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Freitag, 29. Mai 2015

Fotos meiner Indigo-Färbungen

Ich hatte ja versprochen, schöne Fotos zu zeigen, weil die Indigo/Zwiebelschalen-Farbe im Video nicht so recht raus kam. Nun, hier kommen sie :-):

Kammzüge:



Schurwollgarne:


Zitron Hight Twist:


Zitron Seidenstraße:


und Seidenschals:




Freitag, 17. April 2015

Färbung mit Heidekraut

Schließlich färbte ich den Rest meiner mit Alaun gebeizten Garne mit Heidekraut.

Ich mag die Farbe sehr, muss aber sagen, dass ich Heidekraut nicht sehr ergiebig fand, denn wieder einmalö war kein zweiter Zug lohnenswert. Durch die Weiterentwicklung mit Eisen(II-Sulfat) wurde es ein schönes Lindgrün, aber ein zweiter Zug hätte sich wieder einmal nicht gelohnt. Ohne das Eisen war die Wolle zitronengelb. Nicht ganz mein Fall, aber das Grün ist genial geworden.

Ich färbte im Verhältnis 1:1 der trockenen Kräuter im Vergleich zum Färbegut. Wieder mit Alaun gebeizt, eine Stunde Kräuter ausgekocht und zwei Stunden gefärbt. Dann trocknen und danach erst auswaschen.

Mohair

Merino Superwash Bambus

BFL handgesponnen

Skudde handgesponnen

Coburger Fuchsschaf handgesponnen

Schurwollgarn DK




Farbung mit Reseda / Färberwau

Ich finde den Gelbton, den der Färberwau auf Wolle hinterlässt, unglaublich schön. Es ist ein warmes, goldiges und sonniges Senfgelb, einfach ein Traum und mit zig Farben kombinierbar.

Das Färben ist im Vergleich zu den meisten Pflanzenfärbungen unkompliziert. Ich kochte den Wau (50% Trockengewicht im Vergleich zum Garn) gleich im Färbebeutel eine Stunde lang aus und fügte dann die zuvor mit Alaun gebeizte Wolle hinzu. Das ganze kochte ich nochmal zwei Stunden, dann trocknete ich die Wolle und spülte sie danach erst aus.

Vielleicht wäre der Färberwau ergiebiger gewesen, hätte ich ihn nicht im Beutel ausgekocht. Aber das Ergebnis finde ich bereits wunderschön.


Merino Superwash Bambus

s.o.

Mohair

Zotron Trekking

Färbung mit roten Zwiebelschalen

Ich sammele jetzt seit einem Jahr rote Zwiebelschalen. Mein Problem: Ich mag gar keine Zwiebeln, haha. Daher kam natürlich nur ganz wenig zusammen. Ich bettelte überall, dass man doch für mich mitsammele und schließlich fand ich durch meine Freundin Ulrike vom Mörikehof einen Kontakt in Düsseldorf, wo jemand nun für mich größere Mengen mit sammelt. Gottseidank, denn damit konnte ich mir nun endlich den Traum eines goldenen Grüns erfüllen.

Gefärbt wird eigentlich recht unkompliziert. Ich beizte die Garne mit Alaun, kochte die Zwiebelschalen (in Mengenverhältis 1,5:10) eine Stunde aus und kochte dann nochmal mindestens zwei oder drei Stunden Garn und Zwiebeln zusammen. Da das Ergebnis noch ein wunderschönes Gelb war, ich aber doch grün haben wollte, entwickelte ich mit etwas Eisen(II)-Sulfat nach und kochte alles eine weitere Stunde. Das arbeitsintensivste kommt dann eigentlich erst. Bei Kontaktfärbungen hat man die meiste Arbeit, die Pflanzen wieder aus dem Garn geschüttelt oder gezupft zu bekommen. Und wenn man keinen Garten hat, gestaltet sich das als eine riesen Badewannen/Balkon-Sauerei ;-). Aber das Ergebnis lässt sich sehen, daher ist es nicht das letzte Mal gewesen.

Das verrückteste und schönste war die Entwicklung an der Luft, die ich euch nun zeigen möchte und wegen derer ich das Garn auch noch nicht auswusch:
Zuerst war es eher ein goldenes Gelbgrün



Dann wurde das Grün immer dunker und tiefer



Heraus kamen wunderschöne Grünfacetten, die je nach Garn ganz unterschiedlich schimmern. Das handgesponnene blieb heller und goldener, während das Superwash Merino Bambus Garn beinhae olivfarben wurde.
Merino Superwash Bambus

Mohairgarn
 
BFL Single handgesponnen

BFL handgesponnen und verzwirnt

Skudde handgesponnen

Coburger Fuchs handgesponnen






Färbung mit Krappwurzel

Im Dezember hatte ich bereits begonnen, mit Krapp zu färben. Es ist leider nicht so rot geworden, wie ich gehofft hatte.

Erst beizte ich die Garne mit Alaun und Weinstein, dann ließ ich sie gemeinsam mit dem eingeweichten Krapp im Verhältnis 1:1 kalt mit Zitronensäure in Eimern stehen. Zu Beginn rührte ich alle paar Stunden um, dann immer seltener.

Weil sie einfach nicht rot werden wollten, wartete ich statt der angegebenen zwei Tage ganze drei Monate. Da das Wasser dabei eine Temperatur zwischen 0°C und maximal 6°C hatte, musste ich mich nicht um Algen oder Bakterien sorgen. Doch das Färben hat definitiv viel länger benötigt als ich gehofft hatte. Wahrscheinlich war das Wasser einfach zu eiskalt.

Ich ließ die garne dann ungewaschen trocknen und spülte sie erst jetzt mit viel Shampoo aus und gab ihnen dann noch einmal ein leicht angesäuertes Lanolinbad, damit sie wieder schön weich wurden.

Früher hab ich auch schonmal Krapp mit Weizenkleie und mittlerer Temperatur gefärbt, das wurde jedoch eher ein Rehbraun. Immerhin habe ich nun ein knalliges Orange bis hin zu einem fast-Rot an manchen Garnen bekommen - es gefällt mir doch ziemlich gut.

Krappfärbung auf Merino-Bambus Sockenwolle

... auf Mohairgarn

... auf Merino Bambus Lacegarn

... auf Hight Twist Merino Sockenwolle