Freitag, 17. April 2015

Färbung mit Krappwurzel

Im Dezember hatte ich bereits begonnen, mit Krapp zu färben. Es ist leider nicht so rot geworden, wie ich gehofft hatte.

Erst beizte ich die Garne mit Alaun und Weinstein, dann ließ ich sie gemeinsam mit dem eingeweichten Krapp im Verhältnis 1:1 kalt mit Zitronensäure in Eimern stehen. Zu Beginn rührte ich alle paar Stunden um, dann immer seltener.

Weil sie einfach nicht rot werden wollten, wartete ich statt der angegebenen zwei Tage ganze drei Monate. Da das Wasser dabei eine Temperatur zwischen 0°C und maximal 6°C hatte, musste ich mich nicht um Algen oder Bakterien sorgen. Doch das Färben hat definitiv viel länger benötigt als ich gehofft hatte. Wahrscheinlich war das Wasser einfach zu eiskalt.

Ich ließ die garne dann ungewaschen trocknen und spülte sie erst jetzt mit viel Shampoo aus und gab ihnen dann noch einmal ein leicht angesäuertes Lanolinbad, damit sie wieder schön weich wurden.

Früher hab ich auch schonmal Krapp mit Weizenkleie und mittlerer Temperatur gefärbt, das wurde jedoch eher ein Rehbraun. Immerhin habe ich nun ein knalliges Orange bis hin zu einem fast-Rot an manchen Garnen bekommen - es gefällt mir doch ziemlich gut.

Krappfärbung auf Merino-Bambus Sockenwolle

... auf Mohairgarn

... auf Merino Bambus Lacegarn

... auf Hight Twist Merino Sockenwolle

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